16 Dez

Macht Geld glücklich oder nicht?

Als längjähriger Profizocker und professioneller Blogger überrascht mich so schnell nichts mehr. Ich habe schon ein Kamel durch ein Nadelöhr gehen sehen und das im Steppschritt, wenn Sie so wollen. Nur das Internet in seiner Fulminanz und Weite bringt selbst mich manchmal noch zum Staunen und manchmal auch zum Schmunzeln. Im Internet, da geschehen noch Zeichen und Wunder und die nächste Sensation ist nur einen Klick weit entfernt. Ich habe es mir deshalb zur Aufgabe gemacht, Ihnen in meiner periodisch erscheinenden Kolumne die interessantesten Fundstücke zum geldThema Lotto und Lifestyle zu präsentieren. Wenn auch Sie mich zum Staunen bringen möchten oder einfach eine Frage an mich haben, die das Thema Lotto und Lifestyle betrifft, dann zögern Sie nicht länger, sich mit mir in Verbindung zu setzen. Ich werde all Ihre Fragen umgehend nach bestem Wissen und Gewissen beantworten. Kora Ewald aus Nebel wusste erst letzte Woche von bahnbrechenden Neuigkeiten aus dem Internet zu berichten. Wie die 19-Jährige unlängst bei ihrer Recherche herausfand, ist nicht nur der Verzehr von Wurst krebserregend, sondern mehr noch: Geld mache in letzter Konsequenz unglücklich. Die 19-Jährige sei aufgrund dieser verstörenden Nachrichten bisweilen etwas orientierungslos und sehe sich nun gezwungen, ihre basalen Interessen komplett neu auszurichten – und bittet mich in diesem Zusammenhang um eine Einschätzung der Sachlage.
Liebe Kora, dabei helfe ich doch natürlich gern. Meines Wissens nach ist der Verzehr von Wurst nur in Maßen krebserregend, sofern wir den Ausführungen der Fleischindustrie glauben schenken können. Obwohl neuste klinische Studien einen direkten Zusammenhang mit dem Verzehr von Wurst und dem erhöhten Auftreten von Darmkrebs hergestellt haben, sind Wurst und Fleischwaren immer noch frei zugänglich und werden es allem Anschein nach auch bleiben. Mit dem Besitz von Geld verhält es sich leider nicht so eindeutig wie mit dem neuerdings suspekt gewordenen Nahrungsmittel Wurst. Zumindest sind mir keine amtlichen Studien bekannt, die den Besitzern von einer größeren Menge Geld automatisch ein erhöhtes Maß an Depression attestieren würden. Ungeachtet davon hat der Besitz von Geld schon sehr viele Menschen unglücklich gemacht – was nicht heißt, dass Geld seit Neustem unbeliebt wäre. Die Menschen hören ja auch nicht von heute auf morgen auf Wurst zu essen, nur weil sie auf einmal krebserregend ist.
Ich denke, mit der klingenden Münze im Portmonee verhält es sich ähnlich wie mit einer abgelaufenen Portion Schweinskopfsülze im Glas. Wer alles auf einmal ausgibt respektive aufisst, der hat am Ende große Bauschmerzen. Lassen Sie es deshalb mit Ihren Lastern etwas ruhiger angehen, ob nun mit dem Glücksspiel oder dem Konsum von Schweinskopfsülze – sicher ist sicher